Ozon & Ozonloch

ALLGEMEINES

Ozon ist ein aus drei Sauerstoffatomen bestehendes Molekül (O3). Einerseits ist es ein starkes Oxidationsmittel, wodurch es bei Menschen und Tieren zu Reizungen der Atemwege führen kann. (daher wird es auch anstelle von Chlor in Schwimmbädern zur Wasserreinigung verendet).  Es vermag sogar Silber bei Raumtemperatur zu oxidieren.

Andererseits schützt das Gas in der Ozonschicht die Lebewesen vor der Schädigung durch energiereiche ultraviolette Strahlungen der Sonne.

Eigenschaften

Bei normaler Zimmertemperatur ist Ozon gasförmig. Durch die Aufnahme von Ozon treten bei manchen Betroffenen oft Schläfen – Kopfscherzen auf. In hohen Konzentrationen riecht das Gas aufgrund der oxidierenden Wirkung auf die Nasenschleimhaut charakteristisch stechend-scharf bis Chlor ähnlich. (daher der Name Ozon- aus dem Griechischen für Riechen)

In geringen Konzentrationen ist es jedoch geruchlos. Man gewöhnt sich schnell an den Geruch und nimmt ihn dann nicht mehr wahr.

Bei -110,5°C wirkt Ozon bläulich und ist flüssig. Bei -192,5°C erstarrt es zu einem schwarz-violetten Feststoff.

OZONSCHICHT UND OZONLOCH

OZONSCHICHT

In der unteren Stratosphäre, etwa in 60 km Höhe befindet sich eine Schicht, in der durch das starke UV Licht immer wieder Sauerstoffatome (O2) in zwei Einzelatome (Radikale) gespalten werden. Diese O-Radikale binden sich, so sie kein anderes Radikal finden, mit O2 -> Ozon, O3 entsteht. O3 ist recht instabil und zerfällt bald wieder, dafür entstehen neue Sauerstoffradikale…ein dauernder Umbauprozess.

Diese ozonhaltige Schicht heoßt Ozonschicht. Sie filtert UV-Licht und ist daher für das Leben auf der Erde sehr wichtig.

OZONLOCH

Das Ozonloch ist eine starke Ausdünnung der Ozonschicht insbesondere über der Antarktis. Chloratome aus Fluorchlorkohlenwasserstoffen (FCKW), sind die Hauptursachen für die Ozonzerstörung. Die geschwächte Ozonschicht lässt mehr von der Sonnenstrahlung zum Erdboden durch. Dies hat negative Folgen für Lebewesen.

Das Ozonloch tritt seit Anfang der 1980er Jahre jährlich auf.

1987 wurde das weltweite Verbot von FCKW (Treibgas, Kühlmittel,…) im Montrealer Protokoll vereinbart!

Folgen des Ozonlochs sind:

  • Schädigung der Bodenmikroben durch die höhere UV Belastung (Folgen für die Landwirtschaft)
  • Schädliche Einflüsse für Meeresbewohner, besonders Korallen werden geschädigt
  • Häufigeres Auftreten von Hautkrebs als Folge zu intensiver UV-Bestrahlung beim Menschen

SOMMERSMOG

Sommersmog ist nicht  zu verwechseln mit „Smog“ (nebelig, rauchige Luftverschmutzung, vor allem in Städten).

Sommersmog ist die Bildung von Ozon in bodennahen Schichten. Das passiert oft im Sommer. UV-Licht spaltet Stickoxid Abgase, etwa NO2 in NO und in O. Das frei werdende einzelne O-Atom (Sauerstoffradikal) verbindet sich mit einem Sauerstoffmolekül zu Ozon, wenn es kein zweites O-Radikal finden kann.

Folge: hochsommerlicher Ozonalarm!

Die EU hat schon seit längerer Zeit Richtwerte für die Ozonkonzentration festgelegt. Keine Gefahr für die Gesundheit besteht laut EU-Richtlinie durch Ozon unter einem Gehalt von 110 µg/m3. Ab einem Ein-Stunden-Mittelwert von 180 µg/m3 erfolgt die Information der Bevölkerung, da bei dieser Konzentration die Leistungsfähigkeit empfindlicher Menschen bereits beeinträchtigt werden kann. Ab den Ozon – wert von ca 200 µg/m3 können Symptome wie Tränenreiz, Husten, etc. auftreten. Ab einem Warnungen werden erst ab einem Wert von 360 µg/m3 ausgesprochen, da ab dieser Konzentration Gefahr für die menschliche Gesundheit bestehen kann.

Da das Ozonmolekül sehr instabil ist, zerfällt es bald wieder. Höchste Ozonwerte werden daher immer um die Mittagszeit gemessen.

Empfindliche Personen (Asthmatiker/innen, Kleinkinder, alte und kranke Menschen) sollen daher die Mittagssonne meiden und erst abends ins Freie gehen. Sport (Laufen,…) sollte in die Abend- oder besser Morgenstunden verlegt werden.

Folgen eines Ozonalarms für die Menschen können ein quälender Hustenreiz und tränende Augen sein.

Wenn die Ozonkonzentration dauerhaft stark bleibt, ist das Risiko für Atemwegserkrankungen sehr hoch.

Quellen:

http://www.lenntech.de/bibliothek/ozon/eigenschaften/ozon-eigenschaften.htmhttp://www.lubw.baden-wuerttemberg.de/servlet/is/18804/http://de.wikipedia.org/wiki/Ozonhttp://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/antarktis-ozonloch-in-diesem-jahr-kleiner-als-im-durchschnitt-a-930194.html

http://de.wikipedia.org/wiki/Ozonloch 

http://de.wikipedia.org/wiki/Ozon

http://www.youtube.com/watch?v=gpu8dI94bfI

Text: Christine Eria und Sofia Seraglio, 1FGA, HLTW21, 2014

Atmosphäre-Gers

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