Bakterien & Viren

BAKTERIEN

Bakterien sind einzellige Organismen, die sich durch Zweiteilung (ca. alle 20 min) vermehren. Im Gegensatz zu Viren sind Bakterien echte Lebewesen, die alle Anzeichen des Lebens zeigen. Sie können verschiedene Formen haben, z.B. Kokken (kugelig), Stäbchen, spiralig; sie können einzeln vorkommen, zu zweit (z.B. Diplokokken) oder haufenweise (z.B. Staphylokokken). Sie schädigen den Körper durch die Bildung von Giftstoffen, sog. Toxinen.

BAU UND LEBENSWEISE VON BAKTERIEN

Bakterien sind einzellige Lebewesen, dennoch unterscheidet sich der Aufbau ihrer Zellen völlig von unseren, während Pantoffeltierchen oder andere einzellige Tierchen einen ähnlichen Zellaufbau wie jener unserer Zellen haben (vgl. tierische Zelle). Bakterien haben keinen Zellkern, keine Mitochondrien, keine Chloroplasten oder Plastide, keinen Golgi Apparat und kein endoplasmatisches Retikulum (wenn auch manchmal Strukturen wie Einstülpungen der Zellmembran). Sie haben eine ringförmige DNA, manchmal Plasmide (extrachromosomale DNA)  und generell nur wenig Zellstrukturen (z.B. Ribosomen). Es gibt Bakterien, die wie Pflanzen Photosynthese betreiben, die Zucker brauchen und atmen aber auch welche, die unter Sauerstoffabschluss leben, Schwefelwasserstoff, Arsen oder andere für uns giftige Stoffe brauchen oder extremste Temperaturen von über 100 Grad aushalten! Auch machen nicht alle Bakterien krank! Manche sind sogar gut für uns, etwa die Darmflora: manche Darmbakterien helfen, bestimmte Vitamine aus der Nahrung aufzunehmen, andere verdrängen alleine durch ihre Anwesenheit krankmachende Keime, indem sie diese nicht einnisten lassen (wie Autos, die auf einem riesigen Parkplatz keinen Platz finden). Auch im Boden leben Bakterien oder im Wasser helfen mache, dieses sauber zu halten oder zu säubern. Es gibt auch wichtige Destruierten (Saprophyten) unter den Bakterien: Sie sind wichtig für die Zersetzung organischer Materie zu anorganischen Mineralstoffen, um diese den Pflanzen wieder verfügbar zu machen.

KRANKHEITEN UND THERAPIEN

Krankheiten, welche durch Bakterien ausgelöst werden sind z.B. eitrige Angina, eitrige Mittelohrentzündung, Borreliose, Cholera, Pest, Syphilis, Tuberkulose, Tetanus und Scharlach.

Als Therapien werden Antibiotika verabreicht, Bsp: Penicillin. Diese Antibiotika schädigen die Bakterien, indem sie z.B. den Bau ihrer Zellwandhemmen und die Bakterienzellen dann platzen.

Leider wurden und werden Antibiotika oft gedankenlos und in großen Mengen verwendet; vorbeugend in Tierfarmen, bei jedem „Wehwehchen“, die ohne Antibiotika auch ausgeheilt worden wäre und oft auch ohne Plan von Patient/innen eingenommen (Z.B. beim ersten Azeichen von Besserung abgesetzt, wenn och nicht alle Bakterien abgetötet waren). Die Folge war: Manche der sich rasend schnell vermehrenden Bakterien mutierten (hatten zufällige Änderungen im Erbgut)- und manche dieser Änderungen bewirkten, dss diese Bakterien (und deren nachkommen) immun, also resistent gegen bestimmte Antibiotika waren. Antibiotika Rezistenzen von Bakterien sind heute ein Riesen Problem in Spitälern, da viel Patienten auf die Gabe von Antibiotika nicht mehr ansprechen.

VIREN

Viren sind Parasiten, sind aber keine Lebewesen, weil sie die 5 Kennzeichen des Lebens nicht oder nicht vollständig erfüllen; Sie zeigen weder selbständige Vermehrung noch  Wachstum, sie haben keinen Stoffwechsel und sind nicht  reizbar (sie reagieren auf keine äußeren Reize) . Sie lassen sich aber in Wirtszellen vermehren, in dem sie die passende Wirtszelle finden und an deren Zelloberfläche andocken, die Erbinformation injizieren und so die Zellen umprogrammieren um viele weitere Viren zu produzieren. Nach dem Eindringen in die Zelle übernehmen die Viren die Kontrolle  und veranlassen die Wirtszelle mehrere Viren zu produzieren. Um die richtige Wirtszelle zu finden, müssen die Oberflächen der Viren und die der Wirtszellen nachdem „Schlüssel – Schloss – Prinzip“ zusammenpassen.

Erkrankungen: Grippe, Masern, Kinderlähmung, und AIDS

KURZFASSUNG VON DER VERMEHRUNG VON VIREN

1.Anheften der Zelloberfläche
2.Eindringen in die Zelle und Freisetzung des Viruserbguts in der Zelle
3.Vermehrung des Viruserbguts und Herstellung von mehreren Viren
4.Freisetzung der Viren aus der Zelle

BAU UND SCHÄDIGUNG DURCH VIREN

Viren bestehen aus einer Eiweißhülle und einer Erbsubstanz (DNA od. RNA).

Viren können keine Eiweiße selber herstellen, da sie keine Zellorganellen und auch keinen Stoffwechsel haben im Gegensatz zu Bakterien.

Sie schädigen die befallenen Zellen, weil sie deswegen platzen können oder von ihrer eigentlichen Arbeit abgehalten werden.

Bericht von Alina Halwachs, 1FGA, 2013; Michael Weber und Jakob Yilmaz, 3FGA, 2013

 

Mindmaps als Pdf zum Runterladen:

Bakterien-Lebensweise

Bakterien-Biotechnologien

Quellen: http://www.onmeda.de/krankheitserreger/viren.html

http://www.gesundheit.de

 http://www.primaryimmume.org

 

Warum sind Viren keine Lebewesen?

 
 
 
 
 

Wie vermehren sich Viren?

 
 
 

Woraus bestehen Viren?

 
 
 
 

Sind Bakterien Lebewesen?

 
 
 

Wie schädigen Bakterien?

 
 
 

Wie kann man bakterielle Infektionen therapieren?

 
 
 
 
 
 

Sind alle Bakterien Krankheitserreger?

 
 
 

Was ist das Problem bei zu häufigen oder zu schlampig genommenen Antibiotikagaben?

 
 
 

Wie schädigen viele Antibiotika die Bakterien?

 
 
 

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