Lebensmittelzusätze

Zum Färben von Lebensmitteln werden zum Teil Naturprodukte verwendet. Fein, wenn Hersteller Farbstoffe aus roter Beete oder Carotin wählen. Diese Farbstoffe sind garantiert ungefährlich oder sogar gesund. Weniger gut, wenn Hersteller für Rot die Farbe der roten Schildläuse verwenden (Cochenile); diese Farbe ist auch als E120 bekannt und kann gesundheitsschädigend oder sogar allergieauslösend wirken. Ebenso schlimm, wenn die Produkte mit küstlichen, aus Erdöl hergestellten Produkten gefärbt werden. Hier eine Übersicht von Thomas Seilnacht über die verschiedenen Farbstoffe in Lebensmitteln:

Es tellt sich die Frage,  warum  in so vielen Produkten Lebensmittelzusatzstoffe eingesetzt werden. In Fleischwaren wie Wurst, im Joghurt, in der Margarine und natürlich in den Süßwaren, die lustig bunt leuchten müssen, um Kinder anzulocken.

Eine Zusammenstellung der wichtigsten Lebensmittelzusatzstoffe von Thomas Seilnacht:

E 100 aus Kurkumin orangegelb Gelbwurz —
E 101 Lactoflavin gelb künstlich —
E 102 Tartrazin zitronengelb künstlich stark allergieauslösend (Asthma, Nesselsucht)
E 104 Chinolingelb gelb künstlich allergieauslösend
E 110 Gelborange S gelborange künstlich allergieauslösend
E 120 Cochenille rosarot Schildläuse allergieauslösend
E 122 Azorubin rot künstlich allergieauslösend
E 123 Amaranth kirschrot künstlich allergieauslösend
E 124 Cochenillerot A rosarot künstlich allergieauslösend
E 127 Erythrosin rosa künstlich allergieauslösend, evt. Missbildungen (Schwangerschaft), evt. krebserregend
E 131 Patentblau V türkisblau künstlich —
E 132 Indigotin blau künstlich —
E 140 Chlorophyll grün Brennnesseln —
E 141 Cu-Verbindung des Chlorophylls grün Chlorophyll —
E 142 Brillantsäuregrün blau-grün künstlich evt. Missbildungen bei Schwangerschaft
E 150 Zuckerkulör braun aus Zucker —
E 151 Brillantschwarz schwarz, künstlich, allergieauslösend
E 153 Kohlenschwarz schwarz aus Holzkohle evt. krebserregend
E 160 a – f Carotine orange-gelb Karotten —
E 160 b Bixin, Norbixin orange Pflanzensamen allergieauslösend
E 161 a-g Xanthophylle orange-gelb aus Blüten —
E 162 Betanin rot Rote Beete —
E 163 Anthocyane rot-lila-blau Rotkohl, -wein —
E 170 Calciumcarbonat grauweiß Kalk, Kreide —
E 171 Titandioxid weiß Mineralien —
E 172 Eisenoxide rot, schwarz Mineralien —
E 173 Aluminium silbern Erze, Metalle —
E 174 Silber silbern Erze, Metalle —
E 175 Gold golden Erze, Metalle —
E 180 Rubinpigment rot künstlich —

Eine Auswahl ein paar besonders bedenklicher Zusatzstoffe

E 102 (Tartrazin):

Der künstliche Farbstoff Tartrazin wird aus Erdölprodukten gewonnen und sehr häufig in Lebensmitteln verwendet. Bereits wenige Milligramm des Farbstoffes reichen aus, um Nesselsucht oder Asthma auszulösen. Die Nesselsucht äußert sich in stark juckenden Hautquaddeln, das Asthma kann lebensbedrohlich werden.

E 120 (Cochenille) und E 124 (Cochenillerot A):

Cochenille wird aus Cochenilleläusen (Schildläuse) gewonnen. Diese werden getrocknet und verarbeitet. 1 kg Schildläuse ergeben etwa 50 g Farbstoff. Heute wird der Farbstoff der Cochenilleläuse oft künstlich hergestellt (E 124). Der Farbstoff wirkt wie viele andere Farbstoffe allergieauslösend (Näheres siehe bei E 102).

E 127 (Erythrosin):

Im Bakterienversuch hat dieser Farbstoff sich als erbgutschädigend erwiesen. Daher besteht der Verdacht, dass die Einnahme des Farbstoffes zu Missbildungen während der Schwangerschaft führt. Außerdem kann der Farbstoff eine Fotosensibilisierung auslösen. Nach der Einnahme können sich in Verbindung mit Sonnenstrahlen Ekzeme, Hautschwellungen und entzündliche Rötungen auf der Haut bilden. Der Farbstoff stand auch im Verdacht, krebserregend oder sogar nervenschädigend zu sein. Trotzdem ist er als Lebensmittelfarbstoff zugelassen.

Für Kinder wirken sich Zusatzstoffe in Lebensmittel oft besonders schlecht aus:

  • Weil sie leichter sind, als der Norm-Mensch (ein 70kg schwerer “Durchnittsmann”) auf den die Höchstwerte an Belastungen, Pestiziden unsw. zugeschnitten sind
  • weil sie noch im Wachstum stehen und daher noch emfindlicher sind als Erwachsene
  • Weil sie es sind, die von grellbunten Farbstoffen angelockt werden und Erwachsenen oft zum Konsum überreden.

von Silke Geroldinger

 

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