Ökosystem Mensch

Definition:

Ein Ökosystem besteht aus einem Biotop (=Lebensraum) und der Biozönose (=den Bewohnern dieses Lebensraumes)

Mensch als Biotop: jeder Mensch bietet seinen Bewohnern nahezu die selben Ökofaktoren, wie Temperatur, Feuchtigkeit, pH-Wert usw.

Minimale Änderungen dieser Ökofaktoren durch mangelnde oder übertriebene Hygiene, ein geschwächtes Immunsystem, Über- Unter- oder Fehlernährung oder Krankheiten, können das Gleichgewicht der Arten im/am Ökosystem Menschen durcheinander bringen, aus „gesunden“ Mitbewohnern werden dann unter Umständen pathogene (=krankmachende) Pilze oder die Anfälligkeit für Endoparasiten steigt.

Mensch in der Biozönose: intraspezifische Beziehungen (Beziehungen der Individuen einer Art untereinander und interspezifische Beziehungen (Beziehungen zwischen Individuen unterschiedlicher Arten).

Wenn wir den Menschen als Ökosystem betrachten, müssen wir natürlich Beziehungen wie Nahrungsbeziehungen usw. zwischen dem Menschen und den unterschiedlichsten Arten (Bakterien, Parasiten wie Würmern, Zecken, Milben,…), die auf und im Menschen leben, beachten.

Gesunde Darmflora:

Eine gesunde Darmflora ist für die Immunabwehr sehr wichtig. Es gibt einen Zusammenhang zwischen gesundheitlichen Problemen wie Diabetes, Allergien, Fettleibigkeit, Autoimmunerkrankungen, Depressionen, Asthma und einer gesunden Darmflora. Wenn die Der Körper Antibiotika einnimmt tötet man nicht nur die „schlechten“ Bakterien sondern auch die gesunden Bakterien im Darm. Eine Gesunde Ernährung trägt deshalb viel zu einer gesunden Darmflora bei.

Darmparasiten:

Darmparasiten nisten sich im menschlichen Verdauungstrakt und belasten somit unser Immunsystem. Symptome sind Durchfall, Blähungen, Völlegefühl, chronische Müdigkeit Ausschlag und Gelenkschmerzen. Um Darmparasiten loszuwerden sollten man Zucker vermeiden, da man somit ihnen ihren Nährboden wegnimmt. Darmparasiten lassen sich durch eine gesunde Darmflora vermeiden.

Pathogene Darmbakterien

Krankheitsverursachende Darmbakterien

Der Darm von gestillten Babys wird nach den ersten Wochen hauptsächlich von den milchsäureproduzierenden Bakterien bevölkert. Die von den Bakterien produzierte Milchsäure führt zu einer Ansäuerung des Darmmilieus, die es pathogenen Bakterien erschwert, sich dort anzusiedeln.

Gesunde Flora der Haut

Mikroorganismen wie Bakterien und Pilze besiedeln die Haut und bilden so eine gesunde Hautflora. Diese Organismen schützen die Haut vor diversen Krankheiten. Je nach Hautschicht findet man andere Mikroorganismen. In Hautfollikel befindet sich der Großteil der Organismen. Diese sind oft für Krankheiten wie Akne oder Follikulitis entscheidend.

Blutsaugende Ektoparasiten:

Parasitismus bezeichnet eine Lebensgemeinschaft, in der ein Partner profitiert, der andere Partner aber (meist nicht tödlich) geschädigt wird. Der Nutzen liegt einseitig auf der Seite der Parasiten. Vorteile für den Wirten gibt es höchsten s auf evolutionärer Ebene, nicht auf der Individualebene, wenn nur die stärksten Individuen, die, welche  mit den Parasiten fertig werden, überleben und sich fortpflanzen können. 

Ektoparasiten sind äußerlich an den Haaren oder auch an der Haut zu finden. Dazu gehören Zecken, Flöhe, Wanzen, Läuse und Milben.

Endoparasiten:

Endoparasiten leben im Körper und parasitieren in Organen und Geweben. Man unterscheidet zwischen tierischen und pflanzlichen Parasiten. Parasiten werden in Gruppen unterteilt: Einzeller, Würmer und Gliederfüßler. Symptome, dass der Körper von Parasiten befallen ist, sind Bauchschmerzen, Übelkeit und Erbrechen. Sie gelangen durch kontaminierte Lebensmittel oder auch Trinkwasser in unser Verdauungstrankt und sind nicht leicht zu diagnostizieren. Mit einer gesunden Darmflora, Darmreinigung und guter Hygiene kann man Endoparasiten meist vorbeugen.

Krankheitserreger:

Krankheitserreger sind Lebewesen, die in Organismen Gesundheitsschäden anrichten. Es kann sich um Algen, Bakterien, Parasiten, Pilze, Prionen, Protisten, Viren oder Viroide handeln. Diese können auf drei Arten eine schädliche Wirkung haben. Sie ernähren sich von Körperzellen, sie verursachen eine starke Immunreaktion, enthaltene Stoffe werden beim Absterben des Organismus freigesetzt.

Kommensalen:

Runter Kommensalismus versteht man in der Ökologie eine Fressgemeinschaft.Diese wirkt sich für einen Partner positiv aus, der andere Partner wird dadurch aber nicht geschädigt, wie beim Parasitismus.

Beispiele wären hier die Besiedelung der Haut durch Staphylokokken, die sich von Bestandteilen der Hautoberfläche ernähren, ohne den Menschen zu schädigen. auch die Haarbalgmilben, die bei quasi allen Menschen im Bereich der Augenbrauen siedeln und keinerlei Beschwerden verursachen, also zur gesunden Hautbesiedelung zählen, werden als Kommensalen angesehen.

Quellen:

http://www.fr.de/wissen/oekosystem-mensch-unwirtliche-stirn-a-1055712

http://www.lebenimoptimum.info

Tia Weigl, Milica Jovanovic, 5HIA, HLMW9, 2018

Teste Dein Wissen:

1. Typische Endoparasiten des Menschen sind…

 
 
 
 

2. Stimmt diese Aussage:

„Bakterien auf der Haut und im Darm machen immer krank und sind prinzipiell schlecht!“

 
 

3. Jeder Mensch besitzt genauso viele körperfremde Zellen (Bakterien, Pilze,…) wie körpereigene Zellen.

Stimmt das?

 

 
 

4. Die „Bewohner des Biotop „Mensch“ sind unter anderem…

 
 
 
 

5. Ein Ökosystem ist…

 
 
 

6. Die beste Vorbeugung gegen Endoparasiten sind…

 
 
 
 

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