Haut

 

Die Haut ist nicht nur das größte Sinnesorgan des menschlichen Körpers, sondern ebenso ein Hochleistungsbetrieb. Sie erfüllt zahlreiche Aufgaben, um uns ein umbeschwerliches Leben bieten zu können, so sorgen rund um die zwei Milliarden Hautzellen dafür, dass wir vor Sonneneinstrahlungen und Krankheitserregern geschützt bleiben, ebenso wie vor Überhitzung, übermäßigen Wärmeverlust und Austrocknung.

 Zusammensetzung der Haut

Die Haut setzt sich aus verschiedenen Schichten zusammen..

Epidermis

Die dünne Oberhaut, auch Epidermis genannt, besteht aus toten, flachen Zellen, den Hornzellen. Sie enthalten ein hartes, wasserfestes Protein, das Keratin. Sobald sie abgenutzt sind, werden sie durch neue ersetzt.

Dermis

Darunter liegt die Lederhaut oder auch Korium und Dermis genannt, sie enthält Blutgefäße, Nervenfasern, Schweißdrüsen und Haarfollikel aus denen Haare wachsen. In den Haarfollikel befinden sich auch Talgdrüsen. Sie sondern Talg ab, der die Haut und die Haare einfettet, sie dadurch geschmeidig hält und wasserfest macht. Die Lederhaut enthält sogenannte Tastkörperchen und Rezeptoren für Temperaturen, Schmerz,..somit ist die Lederhaut ebenso für die Wahrnehmung von beispielsweise, Druck, Berührung, Schmerz, Temperatur und Jucken verantwortlich.

Subcutis

Die Unterhaut, die Subcutis, enthält Fettgewebe, das vor Kälte schützt.

Hautkrankheiten

Häufig treten Hautirritationen bei jungen Erwachsenen auf…

Akne ist eine Hauterkrankung, die durch entzündete Haarbälge entsteht und hauptsächlich im Gesicht und an Hals, Nacken, Schulter und Rücken vorkommt. Jugendliche sind häufig von ihr betroffen, weil durch einen Stoffwechsel in der Pubertät mehr Talg abgesondert wird. Der überschüssige Talg verstopft die Haarbeläge, verhornt und bildet dunkle Punkte, die Mitesser. Häufig entstehen dadurch auch bakterielle Entzündungen, die Eiter bilden und die Haut röten.

Das Sonnenbad ist mit Vorsicht zu genießen..

Die Haut bildet mehr schützendes Pigment Melanin und färbt sich dunkelbraun, je länger die Sonne auf sie scheint. Doch besonders im Sommer, wenn die Haut zu lange der Sonne ausgesetzt ist, kann leicht ein Sonnenbrand entstehen. Die Hautrötungen und das Brennen entstehen durch UV-Strahlen, welche die obersten Hautzellen schädigen. Häufige Sonnenbrände lassen die Haut altern und erhöhen das Risiko von Hautkrebs.

Das Leben auf unserer Haut..

Auf jedem Quadratzentimeter Haut befinden sich zwischen 10.000 und einer Millionen Mikroorganismen, hauptsächlich Bakterien. Diese Mikroorganismen gedeihen unter feuchten, warmen Bedingungen. Die meisten Bakterien auf der Haut sind unschädlich. Sie schützen vielmehr die Haut, da sie Krankheitserreger bekämpfen. Bestimmte Milben hingegen, können einen Juckreiz auslösen, indem Milbenweibchen unter die Haut kreichen um dort ihre Eier ablegen. Die meisten Pilze sind unschädlich. Einige können jedoch Krankheiten, wie zB; Fußpilz auslösen. Die Krankheit wird mit pilzabtötenden Mitteln und besserer Fußhygiene behandelt.

Künstliche Haut für medizinische Zwecke..

 

Eine künstliche Haut (Epidermis) erhält ein Patient, der schwere Verbrennungen erlitten hat. Das Gewebe entsteht aus gesunden, teilungsfähigen Hautzellen des Patienten, die sich auf einem Proteingel in einem nährstoffreichen Kulturmedium vermehren. Ein Hautlappen braucht nur wenige Wochen um zu wachsen. Sobald er die entsprechende Größe erreicht hat, wird er auf die Körperstellen verpflanzt, deren Haut verbrannt ist.

Merkmale von Haaren, Nägeln und Schweiß..

 Finger- und Zehennägel schützen die empfindlichen Fingerkuppen und Zehen. Zugleich erleichtern sie das Greifen kleiner Gegenstände. Nägel entstehen in der Nagelwurzel aus Zellen der Oberhaut und bestehen aus zusammengepressten, toten Hornzellen, die Keratin enthalten. Im Sommer wachsen Nägel schneller, wobei Fingernägel in der Regal schneller als Fußnägel wachsen. Außer an den Handflächen und Fußsohlen besitzen wir am gesamten Körper Haare. Feine, kurze, Haare bedecken den größten Teil des Körpers. Kopfhaare schützen den Kopf vor Kälte und Sonne, Wimpern schützen unsere Augen. Haare entstehen in Haarfollikel aus Zellen der Haarzwiebel, die sich teilen. Nach oben sterben die Zellen ab, verhornen und ragen als Haarschaft den Haarfollikeln. Schweiß besteht zu 99% aus Wasser und enthält Salze und Abbauprodukte. Er wird aus Blut gefiltert, das durch die Schweißdrüsen fließt. Seine Freisetzung reguliert das Nervensystem. Bei hohen Außentemperaturen sondert der Körper mehr Schweiß ab.

Die Haut als Sinnesorgan- Der Tastsinn:

Der Begriff Tastsinn bezeichnet die Fähigkeit lebender Wesen, Berührungen wahrzunehmen

Das Tasten erfolgt über die gesamte Hautoberfläche und auch im Körper (zB.: Mundhöhle – Zunge)

Dazu befähigen uns sogenannte „Tastkörperchen“ in der Haut.

Zum Tastsinn gehören:

  • das passive „Berührt Werden“ (vom lat. tangere – „berühren“)
  • passive Wahrnehmung von mechanischen Eindrücken
  • das „aktive Erkennen“(vom griech. haptikόs – „zum Berühren geeignet“)
  • das aktive Erfühlen von Größen, Konturen, Oberflächentexturen, Temperaturen, usw.

Quellen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Haut

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Sabina Alic, 4HIB, HLMW9, 2016 und Michael Kundergraber, 3FGA, HLTW21, 2014

Grafik: Elisabeth Borberly, 3FGB, HLTW21, 2013

Teste Dein Wissen:

1. Teile der Haut (Hautschichten) sind….

 
 
 
 

2. Was ist die Epidermis

 
 
 
 

3. Wie heißt die Lederhaut noch?

 
 
 
 

4. Wozu dient die Subkutis

 
 
 
 

5. Wie können wir Tasten und Fühlen?

 
 
 

6. Unsere haut wird von ….. Hautzellen gebildet

 
 
 
 

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