Atom Workshop mit Zeitzeuginnen des Tschernobyl-Unglücks

Am 21.4.2015 fand für die Schülerinnen und Schüler der 1HMB der HLMW9 und am 22.4.2015 für die Schüler/innen der 1HGA und 1ALA der Neuen Wassermanngasse ein Workshop mit der Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 statt.

Nachdem in der ersten Stunde allgemeine Grundlagen zur Radioaktivität und Kernkraft behandelt wurden, folgte in der zweite Stunde ein authentischer Bericht von Frau Dr. Natalija Tereschenko, einer Zeitzeugin und Lidiya Utkina, selbst Opfer des Atomunglücks und als Kind an Leukämie erkrankt, als Dolmetscherin. Begleitet wurden beide von Dr. Christoph Otto, dem Organisator des Global 2000 Tschernobyl-Kinder-Projekts.

Frau Dr. Tereschenko ist eine von nur 2 Überlebenden einer Delegation, die nach dem verheerenden Atomunglück in Tschernobyl im April 1986 ins Katastrophengebiet geschickt wurde. Ihre Aufgabe war es, den Liquidatoren Blut abzunehmen und diese auch auf ihren gesundheitlichen Zustand zu untersuchen. Die Schilderungen der Ärztin und auch die persönlichen Erzählungen ihrer Dolmetscherin machten sehr betroffen. Sehr emotional erzählte Frau Dr. Tereschenko von toten Katzenbabys und verendeten Küken und vom Tod einer Kollegin und deren Sohn nach einer verseuchten Pilzmahlzeit. Aufrichtig beantwortete die Delegation von GLOBAL 200 alle Fragen der Schülerinnen und Schüler.

Der Workshop und die anschließende berührende Diskussion mit den Zeitzeuginnen der Tschernobyl Katastrophe machte nicht nur nachdenklich und betroffen, sondern wieder einmal klar, dass die Gefahr, die von Atomkraftwerken ausgeht nicht sichtbar ist, aber dennoch persistent, real und im Unglücksfall katastrophal.

Silke Geroldinger

 

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