{"id":2820,"date":"2015-06-20T08:03:48","date_gmt":"2015-06-20T08:03:48","guid":{"rendered":"http:\/\/nawi.naturundbildung.at\/wp\/?p=2820"},"modified":"2015-06-21T00:24:17","modified_gmt":"2015-06-21T00:24:17","slug":"weltgesundheit-tropenarzt-dr-kuehnelt-informiert-ueber-die-aktuelle-lage-von-ebola","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/nawi.naturundbildung.at\/wp\/?p=2820","title":{"rendered":"Weltgesundheit- Tropenarzt Dr. K\u00fchnel informiert \u00fcber die aktuelle Lage von Ebola"},"content":{"rendered":"<p>Am 12.5. folgten Dr. K\u00fchnel und seine Frau einer Einladung, f\u00fcr Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern der 1HTA, 1HTB, 1HGA, 2HGA, 3HGA und 1ALA der Neuen Wassermanngasse einen Vortrag \u00fcber Ebola zu halten. Am 13.5. besuchten Dr. K\u00fchnelt und seine Frau dann die HLMW9 und hielten einen Vortrag vor der 4HIA, 4HIB und 4HMM.<\/p>\n<p>Dr. K\u00fchnel ist bislang \u00d6sterreichs einziger Tropenarzt, welcher mit einer Delegation des Roten Kreuzes nach Westafrika flog um Vorort Teams im Umgang mit dieser heimt\u00fcckischen und meist t\u00f6dlich verlaufenden Krankheit zu schulen.<\/p>\n<p>Ebola ist eine sehr gef\u00e4hrliche Virus Erkrankung, an der 60-90% der infizierten versterben. Bislang gibt es keine wirksamen Medikamente oder einen Impfstoff, obwohl intensiv geforscht wird und erste Erfolge sichtbar sind.<\/p>\n<p>Dr. K\u00fchnel hatte Eins\u00e4tze in Liberia und Sierra Leone. Er schulte lokale Priester, Mediziner\/innen Krankenpfeger\/innen und Helfer\/innen im Umgang mit Kranken und vor allem auch Toten und half beim Wiederaufbau eines Krankenhauses. So konnten Dr. K\u00fchnel und seine Frau, welche ebenfalls als Krankenpflegerin in Ebola Gebieten diente, aus erster Hand dar\u00fcber informieren, wie man Ebola bekommt und wie nicht und wie gro\u00df die Gefahr eines Ausbruchs dieser Seuche in \u00d6sterreich ist.<\/p>\n<p>Der Mediziner berichtete vom \u201ePatienten Cero\u201c, einem zweij\u00e4hrigen Kind, welches sich vermutlich beim Spielen mit einem Flughund angesteckt hatte. Flughunde und Affen tragen das Virus h\u00e4ufig in sich- bzw. an sich und ein Ber\u00fchren des Tieres und anschlie\u00dfender Kontakt mit Schleimh\u00e4uten, z.B. Augen reiben oder Ablecken der Finger kann bedeuten, dass man sich mit der Krankheit angesteckt hat. Ebola wurde in den Siebzigerjahren des vergangenen Jahrhunderts erstmals beschrieben, jedoch starben bei den Ausbr\u00fcchen meist ganze D\u00f6rfer aus und so war die Krankheit von Europa zu weit weg, um den Menschen hier Angst zu machen. Erst der letzte Ausbruch machte klar, dass durch den Ausbau der Stra\u00dfen und den Flugverkehr sich die Krankheit st\u00e4rker verbreiten konnte als sonst. Und nun interessierten sich auch Europa und der Westen f\u00fcr Ebola.<\/p>\n<p>Dr. K\u00fchnel brachte den Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern das ernste und traurige Thema mit seiner lockeren und heiteren Art auf eine ehr unterhaltsame Weise n\u00e4her. Spektakul\u00e4r war auch, als sich der Tropenarzt in den Seuchenanzug zw\u00e4ngte und sehr anschaulich demonstrierte, wie m\u00fchsam es ist, bei 40 Grad Celsius Au\u00dfentemperatur den Schutzanzug korrekt an- und auszuziehen und auch in dieser Montur zu arbeiten.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der Ebola-Ausbruch in Liberia offiziell mit 9. Mai 2015 f\u00fcr beendet erkl\u00e4rt wurde (WHO), ist der aktuelle Ausbruch der Seuche noch nicht vollst\u00e4ndig bek\u00e4mpft, gibt es doch in Guinea und Sierra Leone) nach wie vor Neuerkrankungen.<\/p>\n<p>Neben Ebola gibt es noch weitere h\u00e4morrhagische Fieber, ebenfalls durch Viren ausgel\u00f6st, z.B. Marburg-Fieber oder Lassa Fieber, mit \u00e4hnlichen Symptomen wie Ebola.<\/p>\n<p>Es bleibt die Hochachtung f\u00fcr Dr. K\u00fchnel und seine Frau f\u00fcr diesen mutigen Einsatz in Westafrika und die Hoffnung auf ein baldiges Ende der Ebola Epidemie und die Hoffnung, dass Dank der intensiven Forschungsarbeiten vielleicht doch bald ein wirkungsvolles Medikament oder Impfungen zur Verf\u00fcgung stehen.<\/p>\n<div id=\"attachment_2823\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/nawi.naturundbildung.at\/wp\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Ebola-HLMW-9-2.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-2823\" loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-2823\" src=\"http:\/\/nawi.naturundbildung.at\/wp\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Ebola-HLMW-9-2-300x228.jpg\" alt=\"Dr. K\u00fchnel\" width=\"300\" height=\"228\" srcset=\"https:\/\/nawi.naturundbildung.at\/wp\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Ebola-HLMW-9-2-300x228.jpg 300w, https:\/\/nawi.naturundbildung.at\/wp\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Ebola-HLMW-9-2.jpg 900w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-2823\" class=\"wp-caption-text\">Dr. K\u00fchnel<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 12.5. folgten Dr. K\u00fchnel und seine Frau einer Einladung, f\u00fcr Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern der 1HTA, 1HTB, 1HGA, 2HGA, 3HGA und 1ALA der Neuen Wassermanngasse einen Vortrag \u00fcber Ebola zu halten. 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